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Achtung: Eichenprozessionsspinner!

In der gesamten Region tritt der Eichenprozessionsspinner (EPS) dieses Jahr wieder gehäuft an Eichen in Wäldern, Parks und Gärten auf. Die Brennhaare der Raupen sind Auslöser von juckenden, entzündlichen Hautreaktionen oder können zu Atembeschwerde oder Bindehautentzündung führen. Wegen zahlreicher Nachfragen bei der Stadtverwaltung möchten wir Ihnen hier Auskunft zu den häufigsten Fragen geben.

Was sind Eichenprozessionsspinner?

Eichenprozessionsspinner sind eigentlich nachtaktive Falter, die für den Menschen ungefährlich sind. Gesundheitliche Gefahren gehen nur von den Raupen des Schmetterlings aus.

Derzeitiger Entwicklungsstand:

  • Aktuell sind die Raupen sehr mobil und bilden Gespinstnester.
  • Im Juli werden sich die Raupen in den Gespinstnestern verpuppen. Die Falter schlüpfen im August. Je nach Wetter und örtlicher Lage kann die Entwicklung um zwei bis drei Wochen variieren.
  • In den Gespinstnestern sind auch nach dem Schlüpfen der Falter noch Brennhaare konzentriert, die durch Wind oder beim Herabfallen der Gespinste verbreitet werden können.

Mögliche Reaktionen nach Kontakt sind:

  • Anhaltender Juckreiz
  • Entzündliche Hautausschläge mit Rötungen
  • Quaddeln und Bläschen
  • Allergische Reaktionen
  • Schüttelfrost und Schwindel
  • Entzündungen der Augenbindehaut
  • Reizungen im Rachen, Halsschmerzen und Husten

Besondere Vorsicht ist bei Aufenthalten im Freien, insbesondere in befallenen Gebieten, geboten. Direkter Kontakt mit Raupen oder Nestern sollte unbedingt vermieden werden!

Allgemeine Verhaltensregeln:

  • Meiden Sie generell die Nähe von befallenen Einzelbäumen, Waldrändern oder Wäldern, insbesondere auch die umgebende Bodenvegetation.
  • Berühren Sie die Raupen und die Nester nicht! Vermeiden sie jeden Kontakt!
  • Beachten sie vorhandene Sperrungen oder Hinweisschilder.
  • Wechseln Sie die Kleider und duschen Sie (kalt) nach dem Kontakt mit den Brennhaaren.
  • Wenn Sie schwere allergische Reaktionen zeigen oder gesundheitlich vorbelastet sind (z.B. Asthma), gehen Sie zum Arzt.
  • Die Bekämpfung nur von Fachleuten mit Vollschutzanzug und Atemschutz durchführen lassen.

Was tun bei erkennbarem Befall an Eichen?

  • Es handelt sich um ein natürliches Phänomen, dem mit Augenmaß begegnet werden sollte.
  • Nicht alle Nester müssen unbedingt und sofort entfernt werden. Bei Nestern, von denen jedoch eine Gefahr für die Gesundheit ausgeht, weil sich dort zum Beispiel häufig Menschen aufhalten, können die Nester durch Absaugen entfernt werden.
  • Die Bekämpfung nur von Fachleuten mit Vollschutzanzug und Atemschutz durchführen lassen.
  • In Waldgebieten, auch entlang von Wander- und Waldwegen, werden in der Regel keine Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt.

Verantwortlichkeiten:

  • auf öffentlichen Flächen Städte und Gemeinden
  • auf Privatgrundstücken der jeweilige Eigentümer

Bei Rückfragen können sie Herrn Stubenrauch (städtisches Bauamt) telefonisch unter 09161/666-49 oder per E-Mail unter tobias.stubenrauch@neustadt-aisch.de kontaktieren.

Befall von Eichenprozessionsspinnern an einem Baum in der Nähe des Waldfriedhofes